Barbecue ist nicht grillen

Der Sommer naht und mit ihm die Zeit, die von den meisten Gartenbesitzern herbeigesehnt wird, die Grillzeit.
Das typisch deutsche Grillfest ist eine Tradition, die wohl nie aussterben wird, aber immer mehr Menschen interessieren sich auch für das, was sich außerhalb unseres Landes abspielt. Besonders interessant ist hierbei das amerikanische Barbecue. Viele Menschen machen den Fehler und setzen es mit dem deutschen Grillen gleich. Es stimmt, dass es große Gemeinsamkeiten zwischen beiden gibt, doch die Unterschiede sorgen dafür, dass Barbecue und ein Grillfest nicht in die gleiche Schublade geworfen werden können.

Ausrüstung
Zum Grillen gibt es sehr verschiedene Typen. Standgrill, Kugelgrill, Elektrogrill. Der Griller hat die Qual Frau beim Barbecueder Wahl. Aber immer geht es darum, das Grillgut möglichst schnell verzehrbereit zu bekommen, denn niemand wartet gerne lange auf sein Essen.
Schon hier hat man den ersten gravierenden Unterschied zum Barbecue.
Bei einem echten Barbecue gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder auf die ganz traditionelle Art die Garung über einer Grube oder mit einem speziellen Barbecuegrill, dem so genannten Smoker.
Dieser sieht aus wie eine seitlich liegende Tonne und ist in zwei separate Kammern unterteilt, den Heizbereich und den Grillbereich.
Anders als beim uns bekannten Grillen, wo das Fleisch direkt der Hitze der Glut ausgesetzt wird, wird beim Barbecue nur indirekt gebraten. Das Grillgut, im Übrigen fast nur Fleisch, wird vom heißen Rauch aus der Heizkammer umströmt und gart damit nur sehr langsam. Im Gegenzug bleibt das Fleisch aber saftig und zart und erhält den, für Barbecue typischen, rauchigen Geschmack.
Bei der Wahl des Grillanzünders scheiden sich die Geister ähnlich wie bei uns.

Zubereitung
Während man sich hierzulande mit kleinen Steaks und Würstchen begnügt, machen die Amerikaner keine halben Sachen. Das Gargut wird nur grob zugeschnitten. Die Stücke, die in einen Smoker passen, können bis zur Größe eines Schweins reichen.
Das hat nichts mit Gier zu tun. Aber so kann sich jeder Gast eine Portion in der Größe nehmen, die ihm recht ist. Und so ein typisch amerikanisches Barbecue findet oft im großen Kreis statt.
Auch mit Soßen aus der Flasche kann man bei einem echten Barbecue nicht punkten. Das Fleisch wird nicht vorbehandelt, sondern während des Garens immer wieder mit selbst gemachten Soßen bestrichen. Durch den heißen Rauch wird das Aroma viel tiefer ins Fleisch getragen, als es das beim Marinieren möglich wäre.
Die Herstellung der Soßen erfolgt auf unterschiedliche Arten und es gibt große regionale Unterschiede. Meist haben sie jedoch einen süßen Anklang, denn das passt gut zum würzigen Rauchgeschmack.

Wer an dieser Stelle noch Fragen zum Thema Barbecue hat oder vielleicht sogar selbst eines probieren möchte, der kann sich in der Zeitschrift „Fire Food“ schlau machen, dem einzigen deutsprachigen Magazin rund um das Thema Grillen und Barbecue.